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Exsl kritisiert gTasty bei Fitnacraft für seine Casino-Streams und spricht von Moral und Ethik. Derselbe Exsl hat früher regelmäßig betrunken gestreamt, bereut das „auf gar keinen Fall“ und macht trotzdem bei einem Projekt mit Casino-Streamern mit. Eine Einordnung mit Clips und Belegen.
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Fitnacraft, das Minecraft-Projekt von Rohat, läuft seit dem 1. November 2026. Exsl (Exsl95) ist zum ersten Mal dabei.[5] Auf dem Server tritt er als Kritiker von Casino-Content auf: Er warnt LetsHugo öffentlich vor itsAssiTV[1] und kritisiert gTasty für seine Casino-Streams, mit Verweis auf Moral und Ethik.
Dass Casino-Streamer mitspielen, war dabei kein Geheimnis. gTasty war schon im Vorjahr Teil von Fitnacraft und stand laut Teilnehmer-Tracker seit dem 10. Oktober als Rückkehrer fest, Exsl erst ab dem 25. Oktober.[5] Exsl hat sich also für ein Projekt entschieden, dessen Teilnehmer er kannte.
Kritisiert gTasty für Casino-Streams und warnt LetsHugo vor itsAssiTV.[1]
Regelmäßig exzessiver Alkoholkonsum im Stream. Seine eigene Bilanz: „keine Sache, die ich bereue, also auf gar keinen Fall“.[4]
Steigt bei einem Projekt ein, bei dem Casino-Streamer wie gTasty schon vorher feststanden.[5]
Unsere Meinung
Für uns ist das paradox und eine Doppelmoral. Wer Casino-Streamer für unmoralisch hält, muss nicht bei einem Projekt mitmachen, bei dem sie schon vorher feststehen. Wer trotzdem einsteigt, dort Moral predigt und die eigenen Alkohol-Exzesse vor Publikum nicht bereut, wirkt auf uns nicht wie jemand mit Überzeugung, sondern wie jemand, der eine Bühne sucht.
Bei Fitnacraft spielen auch MontanaBlack, Knossi, itsAssiTV und Trymacs mit.[5] Zwei von ihnen haben selbst lange Casino-Content gemacht und dann einen klaren Schnitt gezogen.
Hat lange Casino-Content gestreamt und sich dann davon verabschiedet. MontanaBlack hatte ihm öffentlich dazu geraten.[6]
Hat früher ebenfalls Casino-Content gezeigt und verzichtet heute bewusst darauf.[7]
Unsere Meinung
Knossi und MontanaBlack zeigen, wie glaubwürdige Veränderung aussieht: Sie haben Casino-Content hinter sich gelassen und stehen dazu. Das verdient Respekt. Genau diesen Schritt hat Exsl bei seinen Alkohol-Streams nach eigener Aussage nicht gemacht. Wer Moral von anderen einfordert, sollte bei sich selbst anfangen.
In früheren Streams war Exsl vor laufender Kamera teils stark betrunken. Clips davon stehen seit Jahren auf YouTube, einer davon mit über 85.000 Aufrufen.[2][3]
Ich habe exzessiv vor der Kamera Alkohol getrunken, und das ist keine Sache, die ich bereue, also auf gar keinen Fall. […] Das war immer lustig.
Das sagt Exsl in einem eigenen Video. Bereut habe er nur die Menge, weil sie gesundheitliche Folgen hatte.[4] Dass er offen über diese Folgen spricht, verdient Respekt.
Unsere Meinung
Exsl hat seinem Publikum exzessiven Konsum eines Suchtmittels vorgeführt. Anders als Knossi und MontanaBlack distanziert er sich davon nicht, sondern nennt es „immer lustig“. Wer so mit der eigenen Vergangenheit umgeht, ist für uns kein glaubwürdiger Moralapostel für andere Creator.
Auch Trymacs ist bei Fitnacraft dabei.[5] Er hat über Jahre Pack-Openings gestreamt: Für FIFA Points gab er rund 21.000 € aus und spielte danach kein FIFA 23 mehr.[8] Schon bei FIFA 21 warnte er selbst vor den schlechten Chancen in den Packs.[9]
Ein FIFA-Pack funktioniert wie ein Automat: Man zahlt echtes Geld für einen zufälligen Inhalt. Die belgische Glücksspielbehörde hat genau das 2018 bei FIFA 18 als illegales Glücksspiel eingestuft,[16] EA hat den Verkauf von FIFA Points in Belgien daraufhin 2019 eingestellt.[17]
Unsere Meinung
Wer Casino-Content aus Gründen des Jugendschutzes kritisiert, müsste konsequenterweise auch über Pack-Openings reden. Eine Kritik von Exsl daran ist uns nicht bekannt, obwohl Trymacs auf demselben Server spielt. Seine Moral wirkt damit für uns ziemlich selektiv.
Wichtig: Diese Studien zeigen Zusammenhänge, keine Ursache. Ob Lootboxen in problematisches Glücksspiel führen oder ob gefährdete Spieler eher Lootboxen kaufen, lässt sich daraus nicht ablesen.[12]
Bei physischen Karten ist die Studienlage uneinheitlich. Eine Studie mit 726 Sammelkartenspielern fand 2021 keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Kauf von Booster-Packs im Laden und problematischem Glücksspiel, bei Online-Käufen nur einen sehr kleinen.[18] Eine neuere Studie aus Hongkong sieht dagegen mögliche Zusammenhänge auch bei Sammelkarten wie Pokémon.[19] Eindeutig belegt ist der Zusammenhang hier also nicht, anders als bei Lootboxen.
Kurz gesagt
Kritik an Casino-Content ist berechtigt, aber sie braucht Glaubwürdigkeit. Knossi und MontanaBlack haben sie sich verdient, weil sie ihren Content geändert haben. Exsl fordert Moral von anderen, während er die eigenen Alkohol-Exzesse vor Publikum nach eigener Aussage nicht bereut und zu Pack-Openings auf demselben Server, soweit bekannt, nichts sagt.
Unser Standpunkt: gleiche Maßstäbe für alle, auch für den, der sie einfordert.
Glücksspiel ist erst ab 18 erlaubt und kann süchtig machen. Hilfe gibt es kostenlos und anonym bei der BZgA unter 0800 1 37 27 00 und auf check-dein-spiel.de. Mehr dazu unter Verantwortungsvolles Spielen.